Lobbying für die Provinz
Am Montag diskutierten Peter Tauber, MdB (CDU), und Eva Schulz-Kamm, Referatsleiterin des DIHK für Innovations- und Technologiepolitik sowie Moderator Eric Aufricht bei der Vorstellung der polisphere-Neuerscheinung „Lobbying für die Provinz“ über die Professionalisierung von regionaler Interessenvertretung. Nach einer Einführung des Herausgebers Lars Schatilow, gab Peter Tauber, Mitglied der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft, Einblicke in die täglich stattfindende Interessenvertretung. Sich selbst sieht der Abgeordnete aus dem Wahlkreis Hanau / Main-Kinzig-Kreis dabei als Lobbyisten in Berlin – für die Bürger seines Wahlkreises, die örtlichen Vereine und die Unternehmen der Region.
2009 zum dritten mal mit einem Direktmandat aus dem sächsischen Erzgebirge in den Deutschen Bundestag eingezogen, sitzt Günter Baumann im Innen- und im Petitionsausschuss. Die christliche Erziehung im Elternhaus, die unangenehme Konfrontation mit der Stasi ließen Baumann in der DDR eine Nische im Bereich der Textilindustrie suchen, er wurde bereits 1972 Mitglied der CDU und konnte sich erst nach der Wende politisch stärker einbringen. Er war von 1990 bis 1998 Bürgermeister von Jöhstadt und sitzt im Kreistag von Annaberg. Als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Petitionen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion setzt er hier bewusst einen Schwerpunkt, um auch immer wieder möglichst nah an den Einzelschicksalen arbeiten und helfen zu können.
Das Buch “HANDGEMACHT” stellt die schönsten Manufakturen Deutschlands vor. Das Buch wurde heute in Berlin im Auswärtigen Amt von Staatsministerin Cornelia Pieper präsentiert. Anwesend waren Herausgeber Dr. Florian Langenscheidt und Prof. Peter May (INTES Akademie für Familienunternehmen). http://www.handmade-in-germany.org/
Es ist bislang nicht bekannt, ob auch Ansgar Heveling zum heutigen Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes im Jakok-Kaiser-Haus angetreten ist. Sein Fraktions- und Parteifreund Gunter Baumann (“Für unser Erzgebirge im Bundestag”) nahm sich am heutigen Donnerstag Zeit für eine Blutspende. Auf digitale Blutanteile wurde nicht getestet, aber das Parlamentarierblut wird nun durch das DRK in die sozialen (Blut)Netzwerke eingespeist. (Die Gesamtgeschichte über Herrn Baumann erscheint demnächst an dieser Stelle.)
Mit 72 Jahren blickt Dr. Peter Röhlinger als “Senior der FDP Bundestagsfraktion” bereits auf mehrere berufliche Stationen zurück. Zunächst arbeitete Dr. Röhlinger als Tierarzt und Dozent an der Fachschule für Veterinärmedizin in Beichlingen im thüringischen Kreis Sömmerda. Zur Zeit der Wende engagierte sich Peter Röhlinger verstärkt bei der LDP, seit 1990 bei der FDP und wurde auf Vorschlag der SPD und der anderen großen Parteien zum Oberbürgermeister von Jena gewählt, 1994 und 2000 im Amt bestätigt. 2009 zog er über die Landesliste der thüringischen FDP in den Deutschen Bundestag ein. Neben seinem Arbeit im Petitionsausschuss engagiert sich Peter Röhlinger im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung.
Nach über 15 Jahren ehrenamtlicher Kommunalpolitik in Nordrhein-Westfalen kam die gelernte Exportkauffrau und Dolmetscherin Gudrun Kopp 1994 als Abgeordnete für die FDP in den Deutschen Bundestag. Nach elf Jahren in der Opposition – Frau Kopp beschäftigte sich mit Energie-, Weltwirtschafts- und Europapolitik, wurde Frau Kopp nach dem Regierungswechsel 2009 als parlamentarische Staatssekretärin in das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) berufen.
Im Ministerium setzt sie neue Akzepte in der Entwicklungspolitik. Es gehe ihr vor allem darum, den Partnern auf Augenhöhe zu begegnen und Menschen in Entwicklungsländern nicht zu dauerhaften Hilfsempfängern zu machen. Frau Kopp begrüßt das Engagement von Unternehmen, um die Wirtschaft der entsprechenden Länder aufzubauen, um damit langfristig Perspektiven für die Bevölkerung zu schaffen. Besonders am Herzen liegt ihr zudem das Schicksal von behinderten Menschen in Entwicklungsländern. Hier gelte es, zunächst einen Überblick auf die Fakten zu erhalten – gerade in Krisensituationen, um dann gezielt vor Ort helfen zu können.
Halina Wawzyniak (*1973 in Königs Wunsterhausen) zog über die Landesliste der Berliner Linken 2009 erstmalig als Abgeordnete in den Deutschen Bundestag ein. 2005-2009 arbeitet die vormals selbständige Rechtsanwältin für die Linksfraktion. Halina Wawzyniak ist Obfrau der Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Bundestages und stellvertretende Vorsitzende des Rechtsausschusses.
Gunnar Bender ist als Leiter Unternehmenskommunikation der E-Plus-Gruppe auch zuständig für den Dialog mit der Politik. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Harald Geywitz (“analoges” Lobbying) – und Sachar Kriwoj (Kommunikation auf allen digitalen Kanälen) versucht Bender die Novellierung des Telekommunikationsgesetzes – im Sinne der Interessen seines Unternehmens “im Rahmen eines fairen Wettbewerbs” zu optimieren. Das hochfrequente und umfangreiche Netzwerken über das Internet begreift Bender als Mittel zu dem Zweck, seine Dialogpartner bzw. Zielgruppen im realen Leben in seinem prominent platzierten BASE_camp “Unter den Linden 10″ zu versammeln.
Am 27. September 2009 zog Lars Klingbeil (SPD, Niedersachsen) zum zweiten Mal in den Deutschen Bundestag ein. Lars Klingbeil berichtet von seinen Erfahrungen als junger Abgeordneter in der Fraktion, von Lobbyisten und seinem “außerparlamentarischen” Leben in Kreuzberg.
Dr. Konstantin von Notz (Bündnis 90 / Die Grünen) sitzt für den Landkreis Herzogtum Lauenburg – Stormarn-Süd seit 2009 im Deutschen Bundestag. Dr. von Notz wurde von seiner Fraktion als ordentliches Mitglied in den Innenauschuss und in die Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft entsendet.